„Den Werdegang über die freie Mitarbeit kann ich allen, die im Journalismus arbeiten möchten, gar nicht oft genug empfehlen: Die Berufspraxis, die Betreuung durch die Kollegen und die Leidenschaft für den Beruf lernt man am besten hier!“ 

 

Hendrik Schulz
Lokalredakteur bei der Westfalenpost in Siegen

 

Hallo Herr Schulz, vielen Dank, dass Sie uns etwas aus ihrem Arbeitsalltag berichten!

Fangen wir doch direkt damit an: Wie sieht bei Ihnen ein typischer Arbeitsalltag aus?

Das ist das Schöne an unserem Beruf: So etwas wie einen typischen Arbeitsalltag gibt es gar nicht. Das sagen wahrscheinlich alle, die im Journalismus arbeiten, aber es stimmt halt. Aus meinem privaten Umfeld werde ich tatsächlich oft beneidet, was ich alles erlebe, womit ich mit beschäftigten darf – das bieten in dieser Form wirklich nicht viele Jobs. Natürlich haben wir in der Lokalredaktion bestimmte Routinen, die tägliche Konferenz etwa, bei der wir unsere Artikel und die Aufbereitung planen, Themen besprechen und entwickeln. Aber abgesehen davon passiert immer etwas Anderes, Neues, Interessantes.

Hallo Herr Schulz, vielen Dank, dass Sie uns etwas aus ihrem Arbeitsalltag berichten!

Fangen wir doch direkt damit an: Wie sieht bei Ihnen ein typischer Arbeitsalltag aus?

Das ist das Schöne an unserem Beruf: So etwas wie einen typischen Arbeitsalltag gibt es gar nicht. Das sagen wahrscheinlich alle, die im Journalismus arbeiten, aber es stimmt halt. Aus meinem privaten Umfeld werde ich tatsächlich oft beneidet, was ich alles erlebe, womit ich mit beschäftigten darf – das bieten in dieser Form wirklich nicht viele Jobs. Natürlich haben wir in der Lokalredaktion bestimmte Routinen, die tägliche Konferenz etwa, bei der wir unsere Artikel und die Aufbereitung planen, Themen besprechen und entwickeln. Aber abgesehen davon passiert immer etwas Anderes, Neues, Interessantes.

Da kann man tatsächlich etwas neidisch werden – als Journalist kommt man gut rum. Können Sie Ihre täglichen Aufgaben noch genauer beschreiben?

Schwerpunktmäßig betreue ich neben meiner Arbeit als Reporter in der Lokalredaktion unsere Social-Media-Kanäle. Ansonsten: Geschichten aufspüren und entdecken, viel telefonieren, die Onlinezahlen im Blick behalten, um unseren Leserinnen und Lesern jeden Tag ein abwechslungsreiches Produkt bieten zu können, egal ob Online oder Print.

Was motiviert Sie, jeden Morgen ins Büro zu kommen?

Außer, dass ich tolle Kolleginnen und Kollegen habe? Ich glaube, weil jeder Tag tatsächlich anders ist. Der Lokaljournalismus ist manchmal als piefig und langweilig verschrien – das Gegenteil ist der Fall. Nirgendwo sonst ist man näher an den Menschen, an dem was sie bewegt, was unmittelbare Auswirkungen auf ihren Alltag hat. Unsere Leserinnen und Leser kommen mit ihren Anliegen zu uns und das empfinde ich als großes Privileg. Jeden Tag das Neue, Interessante suchen und Geschichten erzählen – darum mache ich meinen Job nach wie vor gern.

Immer nah am Geschehen und an den Menschen aus der Region. Sicher bekommt man dadurch unzählige spannende Geschichten mit.  

Können Sie uns etwas über ihre Laufbahn zu Ihrer derzeitigen Position erzählen?

Angefangen habe ich als freier Mitarbeiter, mit Wochenend-Terminen. Dann wurde ich recht schnell Pauschalist während meines Studiums an der Uni Siegen und habe meine Bachelor- und Masterarbeit (Fach Linguistik) über Zeitungsthemen geschrieben. Irgendwie war der Weg ins Volontariat bei FUNKE dann wohl der nächste logische Schritt. Und als ich dann die Möglichkeit hatte, in meine WP-„Heimatredaktion“ als Redakteur zurückzukehren, kam auch noch Glück dazu.

Den Werdegang über die freie Mitarbeit kann ich allen, die im Journalismus arbeiten möchten, gar nicht oft genug empfehlen: Die Berufspraxis, die Betreuung durch die Kollegen und die Leidenschaft für den Beruf lernt man am besten hier!

Danke für diesen Insider-Tipp! Welche spannenden Projekte haben Sie bereits betreut?

Im Rahmen meines Volontariats habe ich einen Online-Blog über Flüchtlinge geschrieben und betreut. Das war auf dem Höhepunkt der sogenannten „Flüchtlingskrise“, als viele Menschen in Deutschland Schutz suchten. Die FUNKE-Redaktionen in NRW wollten diesen Menschen ein Gesicht geben, ihre Geschichten erzählen, das Thema Flucht greifbar machen. Dafür durfte ich durch das gesamte NRW-Verbreitungsgebiet reisen, mit Geflüchteten sprechen und ihre Geschichten aufschreiben. Außerdem habe ich die Sonderausgabe zum 70. Geburtstag der WP betreut. Ein wichtiger Schwerpunkt dabei war „Zukunft“ im Verbreitungsgebiet Südwestfalen. Mit der Kampagne „#mehralsnurWP“ haben meine Volontärskolleginnen und -kollegen und auch viele weitere FUNKE-Beschäftigte aus mehreren Redaktionen, nicht nur der WP, ein Dialogformat umgesetzt, um mit jungen Menschen aus dem WP-Gebiet ins Gespräch zu kommen, ihre Forderungen aufzunehmen und Entscheider aus der Region damit zu konfrontieren.

Im Grunde gibt es spannende Projekte immer wieder im Alltag: Besonders rechercheintensive Geschichten zum Beispiel, für die man eine Weile „wühlen“ muss und die gilt es dann aufzubereiten. Wenn sich das Ergebnis dann sehen lassen kann, ist man schon stolz.

Das kann dann bestimmt auch mal stressig werden. Wie schaffen Sie einen Ausgleich zur Arbeit?

Wann immer es geht, bin ich in der Natur unterwegs, meistens zu Fuß, oft in unwegsamem Gelände, seltener im Boot (leider). Werktags versuche ich, in den Pausen regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen – auch wenn ich häufiger als andere außerhalb des Büros unterwegs bin, findet ein Großteil der Arbeit natürlich am Schreibtisch statt. Und außerdem spiele ich Bass in der Rockband „Startblock“.

Herr Schulz, vielen Dank für diesen ausführlichen Einblick in Ihren Arbeitsalltag und Ihre Zeit!

Fragen? Anregungen?

Kontaktieren Sie jetzt unser
Recruiting-Team!

recruiting@funkemedien.de
0800 / 60 60 760